Dr. med. Rainer Matejka
Die Diskussion um Darmpilze ist in den letzten Jahren etwas verstummt. Die meisten Schulmediziner sind der Meinung, jeder Mensch trage Hefepilze wie Candida albicans im Darm, und nur Schwerkranke würden daran erkranken. Dagegen befürchten andere Therapeuten schon bei bloßem Nachweis dieser Keime lebensgefährliche Krankheiten.
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Der Zusammenhang zwischen Hefepilzen im Darm und verschieden Krankheitsbildern ist zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin seit Jahren umstritten. Schulmediziner sehen im Vorkommen von Hefepilzen etwas völlig Normales. Tatsächlich lassen sich im Stuhl häufig auch ohne Beschwerden erhöhte Hefepilzzahlen nachweisen. Es ist kaum vorstellbar, dass jeder mit diesem Befund gefährlich erkrankt sein soll. |
Sehr wohl aber können eine ganze Reihe von Beschwerden durch Hefepilze ausgelöst oder zumindest begünstigt werden. Die Zusammenhänge sind allerdings bis heute oft nicht zu beweisen. Ursache sind vermutlich giftige Stoffwechselprodukte, die von den Pilzen gebildet werden und über die Darmwand ins Gewebe gelangen. Neben Juckreiz, Süßhunger, Blähungen und wechselndem Stuhl deuten auch eine chronische Infektanfälligkeit sowie Erschöpfungszustände auf einen Pilzbefall hin. Neben einer Stuhlprobe kann auch eine Antikörperbestimmung zum Nachweis dienen.
Die Behandlung erfolgt mit pilzhemmenden Mitteln und gesunden Hefen, die die Keime verdrängen. Außerdem sollte auch eine Antipilzdiät eingehalten werden, in deren Mittelpunkt die weitgehende Einschränkung leicht verwertbarer Kohlenhydrate steht. Am besten geeignet ist eine vollwertige Ernährung, die reich an Nahrungsfaktoren wie Ballaststoffen oder milchsauren Lebensmitteln ist, die den Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützen.
Der Artikel beruht in großen Teilen auf dem Beitrag:
MATEJKA, R.: Darmpilze - die Diagnose ist noch keine Krankheit.
Quelle: Matejka, R.: UGB-FORUM 1/08 S. 38-41
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