Dr. med. Eva Lischka
Rheuma ist eine schmerzhafte Erkrankung, die oft mit starken Medikamenten bekämpft werden muss. Überraschend gute Erfolge bringt zeitweiliges Fasten. Studien belegen, dass Rheumapatienten während und nach der Nahrungspause längerfristig weniger Gelenkbeschwerden und weniger Schmerzen haben.
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Als Überbegriff umfasst Rheuma mehr als 400 einzelne Erkrankungen, die sich sehr stark in Symptomen und Verlauf unterscheiden. All diese Erkrankungen sind mit Störungen der Bindegewebsstrukturen verbunden, die es überall im Körper gibt. Deshalb können bei einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung fast alle Organe beteiligt sein. Überraschend gute Erfolge bringt zeitweiliges Fasten. Studien belegen, dass Rheumapatienten während und nach der Nahrungspause längerfristig weniger Gelenkbeschwerden und weniger Schmerzen haben. |
Während des Fastens nehmen die Patienten keine tierische Nahrung auf und damit auch keine Arachidonsäure. Diese ungesättigte Fettsäure bildet im Körper die Ausgangssubstanz für entzündungsfördernde Botenstoffe. Während des Fastens vermindert sich zudem das innere Bauchfett. Das wirkt sich günstig aus, da es bei Übergewicht eine Brutstätte schädlicher hormoneller Botenstoffe ist, die unter anderem auch Entzündungsvorgänge begünstigen. Im Labor lässt sich die Verminderung der entzündlichen Aktivität anhand verschiedener Parameter messen. Ob Fasten für einen Rheumapatienten in Frage kommt, vermag nur ein erfahrener Fastenarzt zu entscheiden. Doch Fasten kann nicht einfach verordnet werden. Denn der Patient als Hauptakteur muss motiviert sein und freiwillig Verzicht üben; nur dann ist diese Therapie Erfolg versprechend.