Forschungsinstitut für Kinderernährung
Eltern sind schnell besorgt, wenn ihr Kind vermeintlich zu wenig Obst und Gemüse isst. Der Griff zu vitaminierten Lebensmitteln oder Supplementen erscheint vielfach als einfache Lösung. Doch die oft speziell für Kinder angepriesenen Produkte und Nährstoffpräparate sind alles andere als sinnvoll.
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Im Supermarkt finden sich zahlreiche mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Lebensmittel und Supplemente mit unterschiedlichen Nährstoffkombinationen, die speziell für Kinder vermarktet werden. Praktisch alle Kinder und Jugendlichen verzehren heute angereicherte Lebensmittel; etwa zehn Prozent nehmen zusätzlich Supplemente ein. Über Produkte mit zugesetzten Nährstoffen kann es unter Umständen rasch zu einer weit über die Empfehlungen ansteigenden Zufuhr einzelner Vitamine kommen. Dabei besteht das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen. Vielen Eltern dürfte außerdem nicht bewusst sein, dass Kinder mit der Extraportion Vitamine vielfach auch zusätzlichen Zucker aufnehmen.
Nach wie vor sind gesunde Kinder und Jugendliche über herkömmliche nährstoffreiche Lebensmittel mit den meisten Vitaminen ausreichend versorgt, ebenso wie Säuglinge im Rahmen der Beikost. Voraussetzung ist eine abwechslungsreiche Kost mit reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Eine über die Empfehlungen hinaus gehende Vitaminzufuhr hat weder Vorteile für die Gesundheit noch für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Eltern, die sich um die Vitaminversorgung ihrer Kinder sorgen, sollten besser die Ernährung insgesamt ausgewogen gestalten statt zu den teuren angereicherten Kinderlebensmitteln zu greifen.
Wenn Sie Ideen suchen, wie Sie Kinder für eine gesunde Ernährung begeistern können, sollten Sie sich über das UGB-Praxisseminar
Quelle: Forschungsinstitut für Kinderernährung. UGB-FORUM 1/08 S. 13-16
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