Dipl. oec. troph. Angela Clausen
Der Wunsch nach ewiger Jugend ist beileibe keine Erscheinung der Neuzeit. Neu ist allerdings, dass die Werbung für derartige Mittel heutzutage vermittelt, dass man sich geradezu schämen muss, alt zu sein. Denn jeder hat ja die Chance zum Jungbleiben. Doch Anti-Aging-Mittel können das Altern nicht aufhalten.
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Neben Hormonen, kosmetischen und chirurgischen Maßnahmen werden vor allem Nahrungsergänzungsmittel mit den unterschiedlichsten Inhaltsstoffen gegen das Altern angepriesen. Da viele Alterungsprozesse vermutlich durch oxidative Zellschäden entstehen, sollen bestimmte Nährstoffe - die Antioxidanzien - dem entgegen wirken. Doch schlüssige Beweise, dass der Alterungsprozess tatsächlich verzögert werden kann, fehlen bislang. Obwohl Nahrungsergänzungsmittel wie ACE-Kapseln oder Vitamin-E-Pillen nicht als Medizin gelten, sind unerwünschte Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Erhöhte Sterblichkeit oder Diabetes sind zum Beispiel bei der Einnahme von Vitamin E bzw. Selen mögliche Risiken. |
Bisher gibt es immer noch keine Höchstmengenregelung für Vitamine und Mineralstoffe, weder als Nahrungsergänzungsmittel noch zur Anreicherung von Lebensmitteln. Vor allem über den Versandhandel und das Internet verkaufte Produkte enthalten sehr häufig bedenkliche Mengen an Nährstoffen. Bei der Einnahme kann es nicht zuletzt zu Wechselwirkungen mit Medikamenten kommen. Die Arzneimittelwirkung kann sich beispielsweise verstärken oder verringern. Während sich mit Anti-Aging-Mittel das Altern nicht verzögern lässt, kann dagegen eine vollwertige Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse präventiv wirken. Insgesamt ist der Alterungsprozess jedoch so vielschichtig, dass die Ernährung nur einen Baustein darstellt.
Quelle: Clausen, A.: UGB-FORUM 1/08 S. 35-38
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