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Hormone im Essen

Kopfsalat, Tomaten, Gurken, Äpfel und Lauch sind in der Europäischen Union am höchsten mit hormonell wirkenden Pestiziden belastet. Endokrin wirksame Chemikalien greifen in den Hormonhaushalt von Mensch und Tier ein, indem sie wie körpereigene Hormone wirken oder anderweitig das hormonelle System stören.

Verbraucher konsumieren potenziell bis zu 30 verschiedene hormonaktive Pestizide und schlimmstenfalls sogar ein Gemisch von über 20 dieser Stoffe in einem Lebensmittel. Diese besorgniserregenden Ergebnisse zeigt eine Untersuchung des Pestizid Aktions-Netzwerks und der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000.
PAN und Global 2000 berechneten, dass sich die verschiedenen hormonell wirksamen Pestizide bei Blattsalat auf bis zu 1300 Mikrogramm pro Kilo summieren können. Bereits geringste Mengen können ein Gesundheitsrisiko darstellen. Besonders Ungeborene, Kleinkinder und Menschen in hormonellen Umbruchsituationen sind dafür empfindlich. Susanne Smolka, Pestizidexpertin von PAN Germany fordert, hormonell aktive Wirkstoffe komplett zu verbieten. Wer umstrittene Pestizide vermeiden will, sollte besonders belastete Obst- und Gemüsesorten meiden oder am besten ganz auf Bio-Produkte umsteigen.

Foto: UGB-Archiv