Unterstützung

Kooperationspartner

Unter der Lupe: Softdrinks – keine echte Erfrischung

Mit den Temperaturen steigt auch der Absatz von Limonaden, Colas und Eistee sprunghaft an. Doch die sogenannten Erfrischungsgetränke sind alles andere als erfrischend: Sie enthalten reichlich Zucker oder andere Süßungsmittel, Farb- und Aromastoffe und liefern reichlich Kalorien, ohne satt zu machen. Das geht schnell aufs Gewicht.

Nicht gerade figurfreundlich

Die Zuckermengen in Erfrischungsgetränken sind oftmals erheblich. In einem Liter Cola sind beispielsweise 35 Zuckerwürfel. Dadurch enthalten die Getränke reichlich Kalorien. Außer Zucker liefern Erfrischungsgetränke jedoch keine anderen relevanten Nährstoffe. Zudem haben Kalorien aus Getränken nicht die gleiche Sättigungswirkung wie die aus festen Lebensmitteln. Wer häufig zu gezuckerten Getränken greift, lagert daher schnell mal ein paar Pfunde zuviel an. Zudem können die süßen Drinks Diabetes begünstigen. Denn durch zuckerhaltige Limonaden und ähnliches schnellt der Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe. Solche Blutzuckerspitzen schaden langfristig den Insulin-bildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Wer seinen Durst täglich mit gezuckerten Getränken löscht, hat deshalb ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2.

Fruktose & Co nicht viel besser

Zahlreiche Vitaminsäfte, Wellnessgetränke und Eistees sind statt mit Zucker mit Fruktose gesüßt. Auf der Zutatenliste versteckt sich die Fruktose auch hinter Bezeichnungen wie Glukose-Fruktosesirup, Maissirup oder Fruchtsüße. Dass klingt zwar weniger nach Zucker, gesünder ist es aber nicht. Fruchtzucker ist ebenso kalorienreich wie andere Zuckerarten, regt zusätzlich den Appetit an und fördert so die Entwicklung von Übergewicht. Zudem vertragen knapp 20 Prozent der Bevölkerung keine größeren Mengen Fruchtzucker. Sie leiden unter einer Fruktoseintoleranz und bekommen Bauchkrämpfe oder Blähungen. Auch mit Süßstoff gesüßte Softdrinks sind keine gesündere Alternative. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Getränke ebenfalls das Risiko für Diabetes erhöhen. Sie enthalten zwar keinen Zucker, regen aber möglicherweise ebenfalls den Appetit an.

Nichts für Sportler

Die meisten Erfrischungsgetränke enthalten rund 10 Prozent Zucker. Damit sind sie viel zu süß, um Flüssigkeitsverluste beim Sport schnell auszugleichen. Sie können sogar die Entwässerung und das Durstempfinden verstärken. Wer an einem heißem Tag oder beim Sport ausgeschwitztes Wasser schnell ersetzen möchte, sollte besser die Hände von Erfrischungsgetränken lassen. Eine Saftschorle mit natriumreichen Mineralwasser oder ein pures Mineralwasser tun hier bessere Dienste.

Selbst gemixte Erfrischungen

Wer seinen Durst löschen will, sollte besser zu Wasser oder stark verdünnten Schorlen aus reinen Fruchtsäften greifen. Abwechslung bringen eisgekühlte Früchte- und Kräutertees, die sich mit einem Schuss Fruchtsaft aufpeppen lassen. Lecker schmecken Rotbuschtee mit frisch gepresstem Orangensaft oder eisgekühlter Pfefferminztee mit einem Schuss Kirschsaft. Weitere Ideen finden Sie ganz unten in diesem Newsletter.

Foto: Rolf van Melis/pixelio.de