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Was sagt der ORAC-Wert aus?

Ob Goijbeeren, Acaipulver oder Matcha – Anbieter von sogenanntem Superfood oder Nahrungsergänzungsmitteln werben häufig damit, wie toll der ORAC-Wert ihrer Produkte sei. Doch was besagt dieser Wert und ist er überhaupt für unsere Gesundheit relevant?

Für was steht ORAC?

ORAC steht für Oxygen Radical Absorbance Capacity, also für die Fähigkeit eines Lebensmittels, Sauerstoffradikale unschädlich zu machen. Freie Radikale können im menschlichen Körper Schädigungen verursachen, die zum Alterungsprozess sowie zur Krankheitsentstehung beitragen können. Antioxidanzien machen diese Verbindungen unschädlich. Der ORAC-Kapazität gibt einen Zahlenwert für das antioxidative Potenzial eines Lebensmittels an. Ob der im Labor ermittelte ORAC-Wert und die antioxidative Wirkung im Körper allerdings tatsächlich zusammenhängen, ist noch nicht ausreichend belegt.

Wie wird der Wert ermittelt?

Zur Festlegung des ORAC-Wertes gibt es verschiedene Verfahren. Dabei wird eine Testsubstanz, die freie Radikale enthält, mit einer Lebensmittelprobe vermischt und man schaut, wie sie reagiert. Allerdings treten große Schwankungen zwischen den Messergebnissen verschiedener Labors und den Testmethoden auf. Denn Unterschiede in den verwendeten Lösungsmitteln oder dem eingesetzten Testradikal beeinflussen das Gesamtergebnis.

Vorteile für Gesundheit?

Vor allem im Internet werben Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem ORAC-Wert. Da heißt es beispielsweise: Unser Präparat ist 33-mal wirksamer als die Frucht mit dem höchsten ORAC-Wert. Das sagt jedoch noch nichts über die gesundheitliche Wirkung des Präparats aus. Denn die tatsächliche Stoffwechselwirkung eines bestimmten Lebensmittels lässt sich kaum berechnen. Seien Sie misstrauisch, wenn mit dem ORAC-Wert und Gesundheit geworben werden, und essen Sie lieber Gemüse und Obst, um wertvolle Antioxidanzien aufzunehmen.

Foto: Carsten Jünger/pixelio.de