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Der faire Rat: Fair spenden

Manchmal jagt eine Katastrophe die andere: Hochwasser in Indien, Dürre in Afrika oder gerade erst der Taifun Haiyan, der über die Philippinen fegte. Die Bilder und Nachrichten schockieren und rufen unsere Anteilnahme hervor. Gerne wollen wir gerade jetzt in der Weihnachtszeit durch eine Spende helfen. Doch welchen Organisationen können wir vertrauen und kommt unser Geld auch wirklich bei den Betroffenen an?

Besser frei als zweckgebunden spenden

Spenden für die Katastrophenhilfe machen den Löwenanteil aller freiwilligen Gaben aus. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) schätzt, dass die Bundesbürger jährlich allein zwei Milliarden Euro für humanitäre, karitative Zwecke zur Verfügung stellen.
Am liebsten spenden die Deutschen für einen bestimmten Zweck. Das heißt auf dem Überweisungsträger wird der Verwendungszweck beispielsweise „Flutopfer“ oder „Taifun Haiyan“ angegeben. Die Empfängerorganisationen stehen dann sowohl gesetzlich als auch moralisch in der Pflicht, das gespendete Geld für diesen Zweck einzusetzen. Aus rechtlichen Gründen muss das Geld innerhalb eines Jahres in die Projekte der zerstörten Regionen fließen. Aufgrund der hohen Spendenbereitschaft und der oft chaotischen Situation vor Ort kommt es aber immer wieder vor, dass nicht die komplette Summe in so kurzer Zeit sinnvoll ausgegeben werden kann. Daher ist es in der Regel besser, die Spende nicht an ein bestimmtes Ereignis zu binden. Dies lässt den Hilfsorganisationen einen größeren Spielraum und die Verwaltungskosten sind geringer, wodurch mehr Mittel in Projekte fließen können.

Aufs Spendensiegel achten

Der Wettbewerb der einzelnen Hilfsorganisationen um Spendenmittel ist enorm. Aufrufe erfolgen über Fernsehen und Presse, Internet, per Post und Telefon oder sogar an der Haustür – was eigentlich verboten ist. Es ist somit nicht verwunderlich, dass Verbraucher den Spendenorganisationen immer öfter kritisch gegenüberstehen. Ein direkter Anruf der Hilfsorganisation gilt als Eingriff in Ihre Privatsphäre, wenn Sie nicht bei der Spendenorganisation als Spender registriert sind, beziehungsweise dem Gespräch nicht ausdrücklich zustimmen. Zunehmend mehren sich Aufrufe auch per E-Mail und Internet. Allerdings verbergen sich auch hier manchmal unseriöse Anbieter. Mit professionell gestalteten Homepages versuchen sie, das Mitleid der Verbraucher zu wecken. Orientierung, ob die jeweilige Hilfsorganisation seriös ist, bietet das DZI-Spendensiegel. Es wird an gemeinnützige Organisationen vergeben, die sich durch Spenden finanzieren. Vor der Vergabe muss jede Organisation ein Prüfverfahren durchlaufen. Ziel des Siegels ist es, die zahlreichen Spendenorganisationen transparenter zu machen und so zur Entscheidungshilfe beizutragen. Eine Liste geprüfter Organisationen gibt es unter www.dzi.de

Patenschaften fördern langfristig

Um die Spendenbereitschaft langfristig zu sichern, haben viele Hilfswerke wie Caritas, Unicef, Worldvision, SOS-Kinderdörfer oder Plan-Deutschland die Möglichkeit von Patenschaften geschaffen. Bei Einzelpatenschaften fließt das gespendete Geld in der Regel einem Kind direkt zu. Noch sinnvoller sind Projektpatenschaften. Hierbei kommt das Geld nicht nur einem einzelnen Kind zugute, sondern auch seiner Familie und der näheren Umgebung. Die Patenschaftsbeiträge fließen dabei immer in ein regionales Hilfsprojekt, wie dem Bau einer Schule oder eines Krankenhauses. So profitieren auch andere Kinder, die keinen eigenen Paten haben.

Foto: Burkard Vogt/pixelio.de