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Der faire Rat: Wildes von der Wiese

Jetzt grünt und sprießt es draußen wieder überall. Vieles was im Wald und auf der Wiese wächst, sorgt auch in der Küche für ein ganz besonderes Aroma. Wir verraten Ihnen, wie Sie Bärlauch, Brennnessel und andere wild wachsende Kräuter in köstliche Salate, Smoothies, Suppen oder Gemüsegerichte verwandeln können.

Bärlauch – mildes Knoblaucharoma

Im zeitigen Frühjahr streckt als einer der ersten essbaren Wildpflanzen der aromatische Bärlauch sein Grün aus der Erde. Die glatten, lanzettfenörmigen Blätter wachsen an feuchten Stellen in lichten Laubwäldern. Beim Sammeln dürfen sie allerdings nicht mit dem giftigem Aronstab, der Herbstzeitlose oder dem Maiglöckchen verwechselt werden. Bärlauch schmeckt und riecht intensiv nach Knoblauch und passt daher als würzige Zutat in Kräuterquark, grüne Soße, Pestos, Suppen und Salate. Aber auch Pastagerichten und Risottos verleiht er eine angenehme Knoblauchnote. Da er beim Kochen schnell sein Aroma verliert, sollten die in Streifen geschnittene Blätter erst kurz vor Verzehr untergemischt werden. Neben den Blättern können auch die kleinen weißen Blüten gegessen werden, die über den Salat oder die Suppe gestreut hübsch aussehen.

Brennnesselblätter für Salat und Smoothie

Ebenfalls sehr zeitig geerntet werden können die ersten zarten Blätter der Brennnesselpflanze. Wenn sie noch ganz jung sind, brennen sie nicht und lassen sich problemlos mit der bloßen Hand pflücken. Wer Brennnesselblätter für einen Salat verwenden möchte, kann sie sicherheitshalber zwischen Frischhaltefolie legen und mit dem Nudelholz darüberrollen. Danach sind die Brennhaare zerstört. Gemischt mit anderen Wildkräutern wie Löwenzahn, Gundermann oder Vogelmiere schmeckt Brennessel lecker in einem grünen oder Kartoffelsalat. Auch für cremig pürierte Suppen, grüne Smoothies und Tee sind die Blätter gut geeignet. Brennnesselblätter enthalten rund 30-mal soviel Vitamin C wie Kopfsalat und außerdem etwa 10-mal soviel Eisen.

Giersch – zartes Grün im Salat

Als Unkraut im Garten ärgert die Pflanze mit den langen Wurzeln viele Hobbygärtner. In der Küche lassen sich die mild-aromatischen Gierschblätter jedoch gut verwenden. Besonders die jungen Blätter schmecken unter den Salat gemischt lecker. Mit dem Alter werden die Blätter fester und das Aroma kräftiger, sie bleiben aber weiter essbar. Auch die Blüten und die Blattstiele können Sie verzehren. Gut passt Giersch auch in grüne Smoothies kombiniert mit süßem Obst. In der Naturheilkunde wird seine Wirkung als entzündungshemmend, harntreibend und reinigend beschrieben und er gilt als Heilmittel gegen schmerzhafte Schwellungen in Gelenken.

Löwenzahn – wertvolle Bitterstoffe

Junge Löwenzahnblätter können die ganze Saison über geerntet werden. Der leicht bittere Geschmack harmoniert hervorragend mit mildem Blattsalat, saftigen Tomaten, Kartoffeln oder Eiern und verträgt eine würzige Vinaigrette sehr gut. Auch die Wurzeln können klein geschnitten als Gemüse verzehrt oder zum Teekochen genutzt werden. Löwenzahn ist reich an Vitamin C, Magnesium, Calcium, Eisen und liefert zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe.

Foto:Stefanie Abel/pixelio.de