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Klimaerwärmung: Nahrungssicherheit gefährdet

Die weltweite Erwärmung des Klimas wird gravierende Auswirkungen auch auf unsere Ernährung haben. Am 31. März 2014 präsentierte der zweite Teil des Klimaberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) aktuelle Daten zum Klimawandel und seinen Folgen.

Die über 300 Autoren des Berichts kommen zu dem Schluss: Es gibt kaum eine Region auf der Erde, die nicht die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt. Nicht nur in der Arktis und in den Tropen, sondern auch in Europa wird sich die Tier- und Pflanzenwelt an Land und im Meer verändern, so die Forscher.

Getreide: Erträge werden sinken

Während einige höher gelegene Gebiete vom Temperaturanstieg profitieren und höhere Erträge bei Weizen, Reis, Mais und Soja erzielen, werden in anderen, tiefer gelegenen Regionen die Ernten um bis zu einem Viertel zurückgehen. Bereits Temperaturen von über 30 Grad Celsius, wie sie auch in Deutschland immer häufiger erreicht werden, haben einen negativen Einfluss auf die Erträge. Ein erhöhter CO2-Gehalt der Atmosphäre verschlechtert zudem den Nährwert der pflanzlichen Nahrungs- und Futtermittel.

Fisch: Arten gehen zurück

Auch bei Fisch und Meeresfrüchten erwarten die Forscher erhebliche Veränderungen. Durch die Erwärmung der Meere werden viele marine Arten ihren bisherigen Lebensraum verlassen. Auch die Übersäuerung des Wassers durch gebundenes CO2 wird sich auf das Überleben verschiedener Arten auswirken. Die Forscher sind der Ansicht, dass die Menschheit nur ungenügend für die kommenden Veränderungen gerüstet ist. "In vielen Fällen sind wir nicht einmal auf die klimabedingten Risiken vorbereitet, denen wir bereits gegenüberstehen", sagt Vicente Barros, einer der Leiter der Arbeitsgruppe II des IPCC.
Siehe: www.ipcc.ch

Foto: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de