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Nahrungsergänzungen: Kein Schutz fürs Herz

Herzpatienten wird häufig empfohlen zum Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall viele Antioxidanzien oder B-Vitamine aufzunehmen. Einzelne Substanzen wie Carotinoide, Isoflavone oder B-Vitamine haben sich zwar in Laborversuchen als wirksam erwiesen, als Pille geschluckt scheinen sie beim Menschen allerdings wenig zu bewirken.

Arteriosklerose und andere Erkrankungen der Herzgefäße werden größtenteils auf Schäden der Gefäßwände zurückgeführt, die durch oxidative Substanzen hervorgerufen werden. Antioxidanzien können diese Schädigung verhindern und haben sich in Tier- und Laborversuchen als wirksam erwiesen. Ihre Einnahme in konzentrierter Form über Supplemente scheint jedoch nichts zu bringen. Eine große Übersichtsarbeit aus Korea hat ergeben, dass die Einnahme von Vitamintabletten oder von Antioxidanzien keinen Effekt auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat.

Bei der Auswertung der Ergebnisse kamen die Forscher zu dem Schluss: Weder die Einnahme von antioxidativen Vitaminen noch von isolierten B-Vitaminen, Selen, Beta-Carotin, Lycopenen oder Isoflavonen schützt vor Herzinfarkt oder Schlaganfall. Gering dosierte Vitamin B6- und Vitamin-E-Präparate zeigten zwar einen schwachen positiven Einfluss, dies allerdings nur bei Untersuchungen, die von der Pharmaindustrie in Auftrag gegeben wurden.

Die koreanischen Forscher vermuten, dass Antioxidanzien möglicherweise nur in einem frühen Stadium der Erkrankung etwas nützen oder dass sie nur in Kombination mit anderen Wirkstoffen im natürlichen Verbund von Lebensmitteln ihre Wirkung entfalten.

Foto: I-vista/pixelio.de