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Apfelsaft: Besser trüb als klar

Die Apfelernte liegt in den letzten Zügen und allerorten wird jetzt aus dem Kernobst frischer Saft gepresst. Am gesündesten ist naturtrüber Apfelsaft von Streuobstwiesen. Er liefert deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe als klarer Saft aus Konzentrat.

Apfelsaft

Weniger Polyphenole durch Klärung

Äpfel enthalten eine Reihe von wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Dazu zählen vor allem Polyphenole wie Chlorogensäure, Epicatechine oder Quercetin. Sie wirken positiv auf die Blutgerinnung und den Blutdruck und können somit zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Werden die Äpfel zu Saft gepresst, bleibt ein Teil der gesundheitsschützenden Substanzen im Pressrückstand zurück. Für klare Apfelsäfte wird der Saft nach dem Pressen geklärt und gefiltert. Dabei gehen noch einmal die meisten Trübstoffe und damit die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe verloren. So enthält klarer Apfelsaft nur noch rund 20 Prozent der im Apfel vorhandenen sekundären Pflanzenstoffe. Naturtrüber Apfelsaft liefert dagegen rund doppelt so viele Polyphenole wie die klare Variante.

Traditionelle Mostobst besonders wertvoll

Die höchsten Gehalte an sekundären Pflanzenstoffen finden sich in frisch gepresstem Direktsaft von Streuobstwiesen. Dort stehen noch viele alte Mostobstbäume, deren Früchte deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe liefern als modernes Tafelobst. Bei Direktsaft handelt es sich um den original gepressten Saft. Im Gegensatz zu Saft aus Konzentrat wird dem frischen Saft nicht per Verdampfung Wasser entzogen und vor der Abfüllung wieder zugefügt. Direktsaft von Streuobstwiesen gibt es bei vielen kleinen Mostereien oder auf Herbstmärkten zu kaufen.

Foto: bbroiangio/pixelio.de