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Der faire Rat: Traditionelle Gemüse – neu entdeckt

Kennen Sie Petersilienwurzel, Palmkohl oder Steckrübe? Mittlerweile gibt es die traditionellen Gemüse immer öfter zu kaufen. Das Besondere: Sie bieten in den Wintermonaten eine klimafreundliche Alternative zu Importgemüse. Lore Kastl, Beraterin im Netzwerk Gesunde Ernährung, weiß, was man aus diesen bewährten Schätzen in der Küche alles zaubern kann.

Lore Kastl

Früher waren sie kaum zu bekommen, die altbewährten Gemüse aus dem Bauerngarten. Heute sind sie glücklicherweise wieder zu finden, auf dem Wochenmarkt, im Bioladen und im Supermarkt. Viele der Wurzeln und Knollen, die jetzt aus der Erde gezogen werden, können bis in das Frühjahr hinein gelagert werden. Sie sorgen dafür, dass das Angebot an heimischem Gemüse im Winter gar nicht so knapp ist, wie immer behauptet. Wer in der kalten Jahreszeit auf Steckrüben, Topinambur, Kürbis und Zuckerhut setzt, wird Tomaten, Gurken und Kopfsalat aus dem Treibhaus nicht vermissen.

Auch in puncto Nährstoffe schlagen viele alte Sorten die importierte Konkurrenz: Kürbis liefert reichlich Beta-Carotin, Grünkohl enthält selbst in gekochter Form mehr Vitamin C als Orangen und Pastinaken oder Topinambur sind besonders reich an Kalium und Eisen. Damit die wasserlöslichen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen, sollten die Gemüse nur in wenig Wasser gedünstet oder in etwas Fett geschmort werden.

Steckrübe

Die runden, großen Rüben sind auch unter den Namen Wruke, Kohlrübe oder Erdkohlrabi bekannt. Unter den Wurzelknollen gelten sie als regelrechte Vitaminbombe. Steckrüben schmecken etwas kohlig und bringen in roher Form eine leichte Schärfe mit. Gekocht und gedünstet kommt die Rübe in Suppen, Eintöpfen, Aufläufen und Bratlingen gut zur Geltung. Kurkuma und Curry heben die gelbe Farbe hervor und sorgen für eine exotische Note.

Petersilienwurzel

Die kleinen, hellen Wurzeln dürfen in keiner Gemüsesuppe fehlen, ob klar oder gebunden. Sie schmecken roh geraspelt mit einem Joghurt-Nuss-Dressing lecker und geben herzhaften Eintöpfen ein unverwechselbares Aroma.

Pastinaken

Sie sehen aus wie überdimensionierte helle Möhren und entwickeln beim Garen ein süßes Aroma. Sie schmecken im Backofen oder in der Pfanne gebacken überaus köstlich. Wie Möhren, Sellerie und Petersilienwurzel gehören sie in Gemüsesuppen und -eintöpfen.

Palmkohl

Die dunklen krausen Blätter erinnern an Grünkohl, sind jedoch milder im Geschmack. Fein geschnitten und mit Zwiebeln angedünstet ergeben sie eine herzhafte Beilage. Palmkohl ist wichtiger Bestandteil von toskanischen Eintöpfen und portugiesischer Kohlsuppe. Anders als Grünkohl ist der mediterrane Kohl kälteempfindlich und muss vor dem ersten Frost geerntet werden.

Wie Sie die traditionelle Gemüsesorten in Ihrer Küche wieder aufleben lassen können, erfahren Sie in den Kochkursen der Trainer & Berater des Netzwerks: www.fairberaten.net/gesunde-ernaehrung