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Der faire Rat: Frisch von der Fensterbank

Saftig rote Erdbeeren fürs Müsli oder aromatische Basilikumblätter für die Caprese schmecken frisch geerntet am besten. Wenn Sie keinen Garten besitzen, können Sie sich Ihr frisches Grün auch auf der Fensterbank oder auf dem Balkon ziehen. Blumentöpfe, Erde und Samen besorgen und los geht’s.

Viele Gemüsesorten und vor allem Kräuter kommen auch mit wenig Erde aus und gedeihen prima im Topf. Für die Fensterbank und das Balkongeländer sind vor allem längliche Blumenkästen ideal. Töpfe und Tröge finden vor der Haustür oder im Hof Platz. Wer möglichst viel auf engem Raum unterbringen möchte, kann sich aus Ziegelsteinen und Holzbrettern ein treppenförmiges Regal bauen. Wichtig ist, dass die Pflanzen genügend Licht und Sonne bekommen.

Was eignet sich zum Anpflanzen?

Im Topf fühlen sich alle Gemüsearten wohl, die nur flach wurzeln und schnell wachsen. Am dankbarsten sind Kräuter wie Rosmarin, Schnittlauch oder Basilikum. Sie wachsen immer wieder nach und sorgen den ganzen Sommer über für aromatischen Genuss. Aber auch kleine Gemüse wie Radieschen lassen sich gut in Blumenkästen großziehen. Blattsalate wie Schnittsalat, Ruccola oder Feldsalat gedeihen ebenfalls prima im Topf auf der Fensterbank. Wer genug Platz für große Töpfe hat, kann auch Tomaten, Paprika, Chili, Gurken und Zucchini anbauen. An einer sonnigen Hauswand unter Dach gedeihen die wärmeliebenden Gemüse sogar besonders gut. Als Obst eignen sich am besten Monatserdbeeren. Die kleinen Früchte reifen schnell und lassen sich bis in den Spätsommer hinein immer wieder ernten.

Wie gelingt die Anzucht?

Aussäen:

Basilikum, Kresse, Petersilie, Rucola, Radieschen, Blattsalat, Mangold sowie Tomaten lassen sich prima aussäen. Verwenden Sie dafür Kästen und Töpfe mit einem Loch, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Bedecken Sie das Loch mit einigen Steinchen und füllen Sie den Topf mit Erde. Die Samen nach Anleitung aussäen, mit Erde bedecken, Erde etwas andrücken und gut anfeuchten. Wenn Sie den Topf oder Kasten mit einer Folie abdecken, keimen die Samen besonders schnell. Sobald die Pflänzchen etwas größer werden, wird die Folie weggenommen und die Pflanzen vereinzelt. Das heißt überschüssige Pflänzchen werden herausgezogen, so dass die verbleibenden genügend Platz zum Wachsen haben. Bei Kräutern und Schnittsalat ist ein Vereinzeln nicht nötig.

Pflanzen:

Einige Arten lassen sich nur schwer aus dem Samen ziehen. Schnittlauch, Sauerampfer, Thymian oder Monatserdbeere kaufen Sie am besten als Pflanze. Oder lassen Sie sich von Bekannten einen Ableger aus dem Garten geben. Kräuterpflanzen aus dem Supermarkt wurden meist im Gewächshaus gezogen und müssen erst vorsichtig an Sonnenlicht gewöhnt werden. Stellen Sie daher die Pflanze zu Beginn nur für 1-2 Stunden täglich an die Sonne. Nach einer Eingewöhnungszeit können die Töpfe ganz draußen gelassen werden. Es sollte kein Frost mehr zu erwarten sein.

Pflegen:

Jetzt müssen die Pflanzen nur noch regelmäßig gegossen werden, an heißen Sommertagen täglich. Verwenden Sie dafür am besten abgestandenes Wasser, das nicht so kalt ist, und gießen Sie mit einer Gießkanne mit einem Brauseaufsatz. Wenn Sie die Kästen und Töpfe mit einer Schicht aus welkem Rasenschnitt, Stroh oder angerottetem Kompost mulchen, müssen Sie nicht so oft gießen. Auch in Töpfen sollten Sie regelmäßig Unkraut zupfen, damit die Nutzpflanzen nicht verdrängt werden.

Artikel: Kathi Dittrich
Foto: Reiner Sturm/pixelio.de