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Der faire Rat: Pflaumen und Mirabellen für den Winter

Jetzt hängen sie süß und reif am Baum und füllen die Körbe auf den Märkten. Heimische Pflaumen, Zwetschen und Mirabellen haben nur wenige Wochen Saison. Wir sagen Ihnen, wie Sie die süßen Früchtchen fit für den Winter machen können.

Einkochen süß:

Zwetschen und Mirabellen zählen zu dem Süßesten, das die Steinobstfamilie zu bieten hat. Da sie relativ schnell verderben, sollten sie zügig verarbeitet werden. Wegen des hohen natürlichen Zuckeranteils eignen sich Zwetschen und Mirabellen ideal für Kompott, Mus oder zum Trocknen. Auf Süßungsmittel können Sie meist ganz verzichten. Für einen frischen Kompott oder Mus entkernen Sie die Früchte und kochen sie im offenen Topf kurz auf. Damit nichts anbrennt, können Sie einen Schuss Apfelsaft oder Wasser zugießen. Für Mus werden die Früchte mit dem Mixstab fein püriert. Die Masse heiß in Gläser füllen und mit einem Twist-off-Deckel verschließen. Der Mus ist etwas dünner und säuerlicher als Marmelade und mundet köstlich zu Naturjoghurt, Quark oder Müsli. Wer dunklen „Quetschehoink“ liebt, lässt das Obst bei offenem Deckel mehrere Stunden leicht köcheln, bis die Masse auf die Hälfte bis ein Drittel geschrumpft ist und püriert dann erst. Wenn Sie die Früchte nur leicht köcheln lassen und nicht rühren, bildet sich am Topfboden eine flüssige Schicht, die ein Anbrennen verhindert. Für klassisches Pflaumenmusaroma sorgen Zimtstange, Sternanis und Nelke.

Einkochen herzhaft:

Wenn Sie es eher herzhaft mögen, sollten Sie einmal süß-saure Chutneys ausprobieren. Hierfür werden kleingeschnippelte Pflaumen oder Mirabellen mit Gemüse wie Zwiebeln, Kürbis, Tomaten oder Zucchini, Essig und Zucker zu einem dicken Brei gekocht. Gewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel, Chili, Knoblauch, Salz und Pfeffer verleihen dem Mix ein kräftig-scharfes Aroma. Heiß abgefüllt und gut verschlossen lässt sich Chutney wie Marmelade monatelang lagern. Als Würzsoße zum Grillen, als Aufstrich aufs Brot oder zu indisch inspirierten Reis- und Linsengerichten werden Sie immer wieder gerne ein Glas öffnen.

Einfrieren:

Wenn Sie zum Einkochen gerade keine Zeit haben und Nährstoffe schonen möchten, können Sie die halbierten und entkernten Pflaumen und Mirabellen in die Gefriertruhe packen. Aufgetaut lassen sie sich zu köstlichem Kompott kochen, der zu Waffeln, Grießklößchen oder Quarkauflauf schmeckt. Für Kuchen sollten Sie die Obsthälften nur leicht antauen, vorsichtig auseinanderbrechen und mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig setzen. So kann die Fruchtflüssigkeit beim Backen besser verdampfen.

Trocknen:

Die Früchte lassen sich auch zu leckerem Trockenobst verarbeiten. Dafür halbieren Sie die Früchte, entfernen den Kern und legen sie locker auf Siebe oder einen Kuchenrost. In einem Dörrautomat, auf dem Kachelofen oder im Backofen bei niedrigster Temperatur wird das Obst getrocknet, bis das Fruchtfleisch ledrig wird. In einem verschließbaren Glas lässt sich das Dörrobst monatelang aufbewahren. Lecker zum Knabbern, fürs Müsli oder Früchtebrot. KD

Foto: Janina Scholz/pixelio.de