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Der faire Rat: Keimlinge und Sprossen - Powerfood im Winter

Keimlinge und Sprossen sind eine tolle Ergänzung für den winterlichen Speiseplan. Sie schmecken knackig-frisch und liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Wie sie ganz einfach selbst zu ziehen sind, verrät Michaela Pöhner, Beraterin im Netzwerk Gesunde Ernährung.

Von Alfalfa bis Weizen

Sprossen eignen sich gut als Zugabe zu Suppen, Eintöpfen und Hauptgerichten. Sie ergeben eine schöne Dekoration für alle Salate und verleihen belegten Broten, Wraps und Sandwiches frischen Biss. Neben den beliebten Klassikern wie Kresse, Mungbohnen, Alfalfa, Bockshornklee, Radieschen, Senf- und Rettichsamen, lassen sich auch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Kichererbsen und Linsen gut keimen. Sie sind bekömmlicher als die gekochten Hülsenfrüchte, weil sich während des Keimprozesses blähende Kohlenhydrate abbauen. Auch gekeimter Weizen ist eine Bereicherung für den Speiseplan. Zum Einstieg in die häusliche Sprossenzucht eignen sich Alfalfasamen und Linsen besonders gut.

Sauber arbeiten

Verwenden Sie zum Keimen nur einwandfreies Saatgut, dass auch unerhitzt zum Verzehr geeignet ist. Achten Sie darauf, die Keimlinge regelmäßig mit kaltem Wasser aus der Leitung zu spülen, damit sich keine unerwünschten Keime im Glas vermehren. Nach Gebrauch sollten Sie die Keimgeräte heiß und mit etwas Essigwasser ausspülen oder in die Spülmaschine stellen.

So gelingt die Sprossenzucht:

Praktisch zur Sprossenzucht ist ein Keimglas, bei dem der Deckel aus einem Sieb besteht. Sie können sich aber auch mit einem einfachen Einmachglas und einem kleinen Abtropfsieb behelfen.

1. Geben Sie 2-3 Esslöffel Samen in das Keimglas. Schrauben Sie das Glas zu, und waschen Sie die Samen, indem Sie das Glas mehrmals mit Wasser füllen und wieder ausleeren (durch die Abdecklung).

2. Dann lassen Sie die Samen mit reichlich Wasser bedeckt 4-6 Stunden quellen. Feine Samen wie Rucola-, Kresse- und Radieschensamen brauchen nicht eingeweicht werden. Getreide und Hülsenfrüchte dagegen sollten 12 Stunden quellen.

3. Nach dem Einweichen gießen Sie das Einweichwasser ab und spülen die Samen durch den Siebdeckel mehrmals mit kaltem Wasser. Diesen Vorgang wiederholen Sie morgens und abends. Wichtig ist, dass keine Flüssigkeit im Glas stehen bleibt und Luft an die Samen gelangt. Das Gefäß sollte an einem hellen Ort stehen. Heizung und direktes Sonnenlicht sind zu meiden.

Haben die Sprossen ihre gewünschte Größe erreicht, werden sie im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Verzehr gründlich abgespült. Sprossen von Hülsenfrüchten werden grundsätzlich blanchiert!