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Fußabdruck: gesund und ökologisch

Wie klimafreundlich ein Lebensmittel ist, haben Experten bereits in zahlreichen Modellen ermittelt. Ob eine Mahlzeit gleichzeitig auch gesund ist, hat jetzt das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie anhand des ökologischen Fußabdrucks berechnet.

Umfassende Bewertung

Ein veganes Chili oder eine vegetarische Lasagne schonen nicht nur das Klima, sondern sind darüber hinaus auch noch gesünder als Rinderroulade oder Spaghetti Bolognese. Um solche und andere Gerichte umfassend zu beurteilen, hat das renommierte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie einen speziellen ökologischen Fußabdruck entwickelt. Mit dieser Methode erkennen Verbraucher auf einen Blick, wie gesund und ökologisch eine Mahlzeit ist. In die ökologische Beurteilung flossen die CO2-Freisetzung sowie der Wasser-, Rohstoff- und Flächenverbrauch ein. Für die gesundheitliche Bewertung analysierten die Forscher den Gehalt der Gerichte an Energie, Salz, Ballaststoffen und gesättigten Fettsäuren. In einer kreisförmigen Grafik werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Indikatoren durch rote, gelbe und grüne Flächen sichtbar gemacht.

Vegan schnitt am besten ab

Für acht typische Mittagsmahlzeiten berechneten die Forscher sowohl den gesundheitlichen als auch den ökologischen Wert. Wie zu erwarten, schnitt das vegane Chili mit einem Wert von 1,13 am besten ab, gefolgt von vegetarischer Lasagne (1,25) und Kartoffelpuffern (1,5). Den schlechtesten Fußabdruck gab es für Rinderroulade (2,5), Currywurst (2,25) und Spaghetti Bolognese (2,25). Neben einer hohen CO2-Belastung durch das enthaltene Fleisch führte der hohe Fett- sowie der geringe Ballaststoffgehalt zu der ungünstigen Bewertung. Der ökologische Fußabdruck soll Verbrauchern die Auswahl ökologischer und gesunder Nahrung vereinfachen, beispielsweise im Restaurant oder in der Kantine. KD

Quelle: Lukas M et al (2015). The Nutritional Footprint – integratend methodology using environmental and health indicators to indicate potential for absolute reduction of natural resource use in the field of food and nutrition. Journal of Cleaner Production (März), doi: 10.1016/j.jclepro.2015.02.070

Foto: /pixelio.de