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Der faire Rat: Vorratsschädlinge unerwünscht

Lebensmittelmotten und Fliegen haben in der Küche nichts zu suchen. Durch umsichtige Vorratshaltung, regelmäßige Kontrollen und ungiftige Klebefallen können Sie den kleinen Störenfrieden das Leben erschweren.

Motten: Unerwünschte Flugobjekte

Die Motte, die Sie aufscheuchen, frisst wenig oder gar nichts von Ihren Vorräten. Die Weibchen aber legen Eier in Lebensmittel oder kleben sie außen an die Verpackung. Aus den Eiern schlüpfen die eigentlichen Schädlinge, die Larven (Maden). Die Vorräte fallen dann durch ihre verklebten Gespinste auf, die häufig von Milben, Pilzen und Bakterien besiedelt sind und allergische Reaktionen auslösen können. Befallene Vorräte sollten Sie komplett entsorgen. Die weitere Vermehrung der erwachsenen Motten können Sie mit sogenannten Pheromonfallen verhindern. Pheromone sind weibliche Sexuallockstoffe, die männliche Motten in die Klebefallen locken und so die Fortpflanzung unterbinden.

Fliegen: Keine harmlosen Störenfriede

Die Fruchtfliege, alias Tau- oder Essigfliege, ist vor allen Dingen lästig. Sie überträgt höchst selten Krankheiten, wohl aber Hefen und Fäulnisbakterien. Dadurch verdirbt Obst und Gemüse rascher. Decken Sie im Sommer Obst und Getränke ab und entfernen Sie überreife oder angefaulte Früchte rechtzeitig. Aus drei Teilen Fruchtsaft, zwei Teilen Wasser, einem Teil Essig und einem Tropfen Spülmittel können Sie eine Falle gegen Fruchtfliegen selbst herstellen. Saft und Essig in dem offenen Glas locken die Fliegen an. Das Spülmittel sorgt dafür, dass die Fliegen an der Oberfläche untergehen.

Stubenfliegen pendeln dagegen zwischen den Orten ihrer Nahrungsaufnahme und der Eiablage, quasi zwischen Torte und Misthaufen. Über infizierten Speichel oder mit den Füßen können Fliegen gefährliche Krankheiten übertragen, darunter auch Typhus, Cholera und Ruhr. Insbesondere süße Speisen sollten Sie daher mit Tüchern abdecken oder unter einer Haube in Sicherheit bringen. Sind die Fliegen erst einmal in der Küche, können Sie ihnen mit Klebefallen, Blaulicht, das mittels UV-Licht die Tiere anlockt, oder Duftstoffen wie Nelken- oder Lavendelöl zu Leibe rücken.

Halten Sie Schädlinge fern

Am umweltverträglichsten lassen sich Schädlinge in Küche und Haushalt fernhalten, wenn Sie ihnen durch eine umsichtige Haushaltsführung und ungünstige Bedingungen das Leben erschweren:

  • Füllen Sie angebrochene Packungen in verschließbare Gefäße aus Glas, Blech oder Kunststoff um.
  • Bestücken Sie Ihre Speisekammer und Vorratsschränke vorbeugend mit Abwehrdüften wie Lavendelöl oder Fallen.
  • Lassen Sie keine Lebensmittel oder Getränke offen stehen. Im Sommer sind Fliegenhauben für das Obst sinnvoll.
  • Besonders in ländlichen Gegenden sind Fliegengitter an den Fenstern von Küche und Speisekammer unverzichtbar.
  • Achten Sie auf Hygiene bei der Müllentsorgung. Leeren Sie Rest- und Biomülltonne regelmäßig und reinigen Sie die Eimer und deren Umgebung gründlich mit Essigreiniger.
Claudia Gaster
Foto: Karin Jung/pixelio.de