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Patienteninfo: Was hab ich?

Wer aus dem Krankenhaus mit einem Arztbrief entlassen wird, steht meist ratlos vor den medizinischen Fachausdrücken. Die gemeinnützige Internetseite www.washabich.de bietet Patienten einen kostenlosen Übersetzungsservice an.

Kostenloser Übersetzungsservice

Arztbriefe werden nicht für den Patienten verfasst, sondern informieren den weiterbehandelnden Arzt über die Erkrankung und die weitere Therapie. Sie sind daher kurz und knapp in gängigem Ärztelatein verfasst und für den Patienten kaum zu verstehen. Doch viele Betroffene möchten genau über ihre Diagnose, die Behandlung sowie die weiteren Schritte informiert sein. Hilfe erhalten sie bei einem vor fünf Jahren gegründeten gemeinnützigen Projekt. Auf der Website www.washabich.de können Patienten ihren ärztlichen Befund einsenden. Dieser wird dann innerhalb weniger Tage von ehrenamtlich tätigen Medizinstudenten sowie Ärzten in eine leicht verständliche Sprache übersetzt – also von Medizinerlatein in Patientendeutsch.

So funktioniert‘s

Da die Nachfrage nach Übersetzung groß ist, haben die Initiatoren ein virtuelles Wartezimmer eingerichtet, in dem man seine E-Mail-Adresse hinterlegen kann. Je nach Auslastung erhält man innerhalb weniger Tage bis einer Woche einen Link, an den man seinen Befund senden kann. Die Dokumente – ob Arztbrief oder Laborbericht - dürfen nicht länger als zwei DIN-A4-Seiten sein. Aus Datenschutzgründen ist es empfehlenswert, persönliche Angaben zu schwärzen.
Die Übersetzung ersetzt keinen Arztbesuch. Die Befunde werden von den Übersetzern weder kommentiert, noch enthalten Sie weitere Therapieempfehlungen. Es handelt sich um eine reine Übersetzung der aufgeschriebenen Informationen in eine allgemeinverständliche Sprache. Diese Informationen erleichtern es aber dem Patienten, auf Augenhöhe mit dem weiterbehandelnden Arzt über seine Erkrankung zu sprechen und ermöglichen es, aktiv zur Genesung beizutragen. KD

Foto: sparkie/pixelio.de