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Fettes Essen macht müde

Männer, die sich fettreich ernähren schlafen offenbar nachts schlechter und sind tagsüber häufig müde. Zudem steigt das Risiko für eine Schlaf-Apnoe, also kurze Atemaussetzer. Das hat eine Studie der australischen Universität in Adelaide herausgefunden.

An der Untersuchung haben rund 800 Männer im Alter von 35 bis 80 Jahre teilgenommen. Bei Probanden mit der höchsten Fettaufnahme war das Risiko für eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit fast doppelt so hoch wie bei anderen. Der Zusammenhang zeigte sich unabhängig von Faktoren wie Alter, Taillenumfang, BMI, körperlicher Bewegung, Schichtarbeit und chronischen Erkrankungen. Zudem hatten die Probanden mit einer sehr hohen Fettaufnahme ein hohes Risiko für eine Schlaf-Apnoe. Eine veränderte Hormonausschüttung könnte der Grund für die verringerte Schlafqualität sein. Unklar ist, ob die Ergebnisse auch auf Frauen übertragbar sind.

Wer schlecht schläft und tagsüber müde ist, hat weniger Energie. Dadurch wird das Verlangen nach zucker- und fettreichen Nahrungsmitteln größer, was wieder den Schlaf beeinträchtigt. So entsteht leicht ein Teufelskreis. Kurzum: Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, dass man tagsüber fitter ist und nachts besser schläft.


Quelle: Cao Y et al (2016). Associations between Macronutrient Intake and Obstructive Sleep Apnoea as Well as Self-Reported Sleep Symptoms: Results from a Cohort of Community Dwelling Australian Men. Nutrients, 8(4): 207
Foto: Helga Gross/pixelio.de