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Bananen – fair genießen

Bananen zählen zu den liebsten Obstsorten der Deutschen. Doch für die Arbeiter auf den konventionellen Bananen-Plantagen birgt der Einsatz von Pestiziden viele Probleme.

Arbeiter auf konventionellen Bananen-Plantagen in Ecuador tragen ein stark erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. Das ergab eine Studie der Wiener Ärzteinitiative. Zudem ist das Risiko für die Beschäftigten sechs- bis achtmal so hoch, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt zu entwickeln. Ursache ist der exzessive Pestizideinsatz im konventionellen Bananenanbau. Die meist per Flugzeug versprühten Mittel enthalten zum Beispiel Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Auch in der EU bereits verbotene Wirkstoffe wie Paraquat werden noch eingesetzt. Eigentlich darf eine Plantage nach dem Pestizidregen erst nach 24 bis 48 Stunden wieder betreten werden. Doch wird diese Regelung oft missachtet.

Ein weiteres großes Problem des Versprühens von Pestiziden sind Verwehungen: Die Chemikalien landen nicht nur dort, wo sie wirken sollen, sondern gelangen auch in andere Bereiche. Sie reichern sich in Böden und Gewässer an und gelangen zum Beispiel in angrenzende Wohngebiete.

Dass in konventionellen Früchten viele Pestizide stecken, hat auch eine aktuelle Untersuchung von Ökotest ergeben, die 22 Bananen unter die Lupe nahm. Alle Bananen ohne Bio-Siegel schnitten aufgrund von Pestiziden deutlich schlechter ab als Bio-Bananen. Noch besser ist die Kombination mit Fairtrade, um sicher zu gehen, dass die Produzenten unter fairen Arbeitsbedingungen arbeiten und einen angemessenen Lohn erhalten. Es lohnt sich also zu fairen Bio-Bananen zu greifen.

Quelle: www.suedwind.at, www.oekotest.de

Foto: strowa/pixelio.de