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Bio – das wahre Superfood

Die Standards für Biolebensmittel sind hoch: Pestizidfrei, umweltschonend, tier- und sozialverträglich sollen sie sein. Doch sie punkten nicht nur mit einer umweltverträglichen Produktion, sie überzeugen auch mit einer höheren Qualität.

Der gesundheitliche Mehrwert von Superfoods wie Aroniabeere, Chiasamen und Co wird dagegen oftmals anhand einzelner positiv bewerteter Inhaltsstoffe beurteilt. Betrachtet man Biolebensmittel ganzheitlich sind sie, anders als weitgereiste Exoten, die wirklichen Superfoods.

Die Herstellung macht den Unterschied

Die Produktion biologischer Lebensmittel unterscheidet sich in vielen Punkten von einer herkömmlichen Erzeugung. Studien zeigen, dass Biolebensmittel in puncto Nährstoffe im direkten Vergleich oftmals besser abschneiden. Das gilt beispielsweise für den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie antioxidativen Flavonoiden, Carotinoiden und anderen mehr. So stellten Forscher beispielsweise einen höheren Gehalt an Polyphenolen in Biofeldfrüchten im Vergleich zu konventionellen Früchten fest. Wegen hohen Konzentrationen dieser gesundheitsförderlichen Substanzen werden exotische Lebensmittel oft als Superfoods eingeordnet. Durch die nachhaltigere Produktionsweise von Biolebensmitteln sind außerdem wertmindernde Stoffe wie Nitrat oder Schwermetalle in geringeren Konzentrationen enthalten.

Weniger Rückstände, keine Gentechnik

Viele Superfoods wie Avocado oder Gojibeeren erfordern beim Anbau viel Pflege. Herkömmliche Produkte sind daher oft mit Pestizidrückständen belastet. Der Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide ist in der ökologischen Landwirtschaft dagegen verboten. Daher schneiden sie bei Analysen der Lebensmitteluntersuchungsämter regelmäßig besser ab.

Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) ist im Biolandbau ebenso verboten. Auch bei der Herstellung von Joghurt, Käse oder Wurst dürfen keine GVO eingesetzt werden. Dasselbe gilt für genveränderte Zusatzstoffe, Futtermittel, Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Im Ökolandbau können die Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen jedoch über Insekten und Wind auf biologische Kulturen gelangen. Daher bleibt ein geringes Restrisiko für die Biolandwirte. Denn bei einem Nachweis dürfen sie ihre Produkte nicht mehr vermarkten.

Mehr Tierwohl im Biolandbau

Der Biolandbau legt großen Wert auf eine tiergerechte Haltung. Biobauern müssen aus diesem Grund deutlich höhere Ansprüche an Ställe und Auslaufmöglichkeiten für die Tiere erfüllen. Ein vorbeugender Einsatz von Antibiotika ist in der ökologischen Tierhaltung verboten. Die Tiere leben länger und erhalten genügend Zeit, sich gesund zu entwickeln. Denn auch die Verabreichung von Wachstumshormonen ist in der Biolandwirtschaft verboten.

Auf Biohöfen besteht idealerweise eine Beziehung zwischen den Tieren und dem Bauern. Eine positive Mensch-Tier-Beziehung beeinflusst das Verhalten der Tiere und die Qualität der Lebensmittel. So zeigen sich bei Tieren, die ein positives Verhältnis erfahren, geringere Mengen an Stresshormonen wie Cortisol. Stressbedingte Veränderungen wie Euterentzündungen bei Milchkühen kommen dadurch seltener vor.

Aufgrund des höheren Anteils an Gras und Heu im Futter von Biokühen fällt die Fettzusammensetzung der Biomilch in der Regel besser aus als bei der kraftfutterlastigen Fütterung in konventionellen Ställen. So enthält Biomilch mehr ungesättigte Fettsäuren.

Mehr Kontrolle in Fertiglebensmitteln

Aufgrund der steigenden Nachfrage nimmt mittlerweile auch das Angebot von Fertiggerichten in Bioqualität zu. Anders als konventionelle Produkte kommen die schnellen Biogerichte mit deutlich weniger Zusatzstoffen aus. Während in der konventionellen Herstellung insgesamt 350 Zusatzstoffe erlaubt sind, dürfen Produzenten gemäß der EU-Bio-Verordnung nur 53 Stoffe verwenden. Bei den verschiedenen Bioverbänden sind es sogar noch weniger (BioSuisse 33, Bio Austria 43, Naturland 22, Bioland 24, Demeter 9).

Die Biobewegung setzt sich außerdem für faire Handelsbeziehungen und soziale Verantwortung ein. Zusammen mit hohen ökologischen Standards, weniger Schadstoffbelastungen und einem höheren Gehalt an gesundheitlich förderlichen Nährstoffen, schneiden Biolebensmittel auf vielen Ebenen besser ab als herkömmlich produzierte Superfoods. Zurecht erlebt die Nachfrage nach Biolebensmitteln derzeit einen regelrechten Boom. Forschungsinstitut für biologische Landwirtschaft