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Heimische Proteinquelle

Raps könnte Soja als Proteinquelle zukünftig ersetzen. Forscher der Universität Halle-Wittenberg untersuchten die Eignung von Rapsprotein für die menschliche Ernährung, da die Aminosäurezusammensetzung ebenso günstig ist, wie die von Sojaprotein.

Um die Wirkung des Proteins auf den Stoffwechsel zu beobachten, wurde zwanzig gesunden Studienteilnehmern nach Testmahlzeiten regelmäßig Blut abgenommen. Die Mahlzeiten bestanden aus Weizennudeln mit Tomatensoße pur oder ergänzt um isoliertes Raps- beziehungsweise Sojaprotein. Nach dem Essen unterschieden sich Blutdruck und Lipidwerte bei beiden Proteingruppen kaum. Die Insulinantwort fiel nach der Mahlzeit mit Rapsprotein jedoch geringer aus als nach den anderen Essen; zudem gaben die Teilnehmer ein stärkeres Sättigungsgefühl an. Die Forscher führen dies auf den Sättigungseffekt einzelner Aminosäuren zurück. Das bisher als Tierfutter genutzte Rapsprotein halten die Wissenschaftler für eine vielversprechende heimische Proteinquelle für die menschliche Ernährung.

Julia Bansner und Hans-Helmut Martin

Quelle: Volk C et al. (2020). Postprandial Metabolic Response to Rapeseed Protein in Healthy Subjects. Nutrients. doi: 10.3390/nu12082270

Foto: _Alicja_/pixabay.com