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Kochen im März: Radieschen

Radieschen wachsen in kürzester Zeit heran: In nur vier bis sechs Wochen bilden sie aus einem winzigen Samen eine knackige Wurzel. Bis in den Herbst können sie dann geerntet werden. Neben den üblichen roten Sorten gibt es auch gelbe und violette Züchtungen. Ein Tipp für Stadtgärtner: Auch in Balkonkästen oder Pflanzkübeln gedeihen die Frühjahrsboten prima.

Gesundheitlich überzeugen Radieschen, wie andere Kreuzblütler, mit ihrem Gehalt an Senfölglykosiden. Die sekundären Pflanzenstoffe vertreiben Bakterien und zeigten sich in Laborversuchen als effektiv gegen Krebszellen. Wird das Pflanzengewebe durch Kauen oder Kleinschneiden verletzt, werden die stechend scharfen Senföle freigesetzt. Je schärfer ein Radieschen, desto mehr Senföl enthält es. Besonders viele Senfölglykoside bilden sich in Radieschensprossen. Weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane, Flavonoide sowie mittlere Gehalte an Kalium, Calcium und Eisen machen das kalorienarme Minigemüse in puncto Nährstoffen so wertvoll.

Die roten Kugeln kommen am besten frisch auf den Teller und lassen sich samt Stängelansatz und Wurzel verzehren. Als knackiger Snack, farbenfrohe Deko und in Blatt- oder Kartoffelsalat machen sie eine gute Figur. Schöne Radieschenblätter vereinen sich mit Rucola und Babyspinat zu einem wilden Blattsalat oder lassen sich samt Knollen zu einer Suppe verarbeiten. Im Kühlschrank bleiben Radieschen ohne Laub in einer Frischhaltedose einige Tage frisch.

Foto: Carissa Rogers/Pixabay.com

Radieschensuppe

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
für 4 Portionen

Zutaten

2 Bund Radieschen
2 Schalotten
150 g mehligkochende Kartoffeln
1 El natives Rapsöl oder Butterschmalz
800 ml Gemüsebrühe
100 ml Sahne oder pflanzliche Alternative
Salz, Pfeffer

Zubereitung

  • Radieschen von den Blättern trennen, beides gründlich waschen. 2-3 Radieschen für die Garnitur zur Seite legen, die anderen klein schneiden. Wurzeln und Stielansätze können verwendet werden. Blätter verlesen und entstielen.
  • Schalotten schälen und würfeln. Kartoffeln waschen, schälen und würfeln. Schalotten und Radieschen in Fett andünsten, Kartoffeln und Brühe dazugeben, aufkochen und zugedeckt ca. 10-15 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind.
  • Sahne zufügen und die Suppe cremig pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Radieschenblätter sehr fein schneiden und unterrühren. Die Suppe in Schalen füllen und mit blättrig geschnittenen Radieschen garnieren.
Tipp:

Wenn Sie das Radieschengrün erst kurz vor dem Servieren unterrühren, bleibt dessen Knackigkeit, Schärfe und Farbe erhalten.