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Regrowing: Gemüsereste nachwachsen lassen

Wer viel frisches Gemüse isst, hat auch jede Menge Gemüsereste übrig. Dass der Salatstrunk aber nicht in den Müll wandern muss, sondern durchaus wiederverwertet werden kann, zeigt der Trend des Regrowings.

Das Prinzip ist ganz einfach. Anstatt zur Aufzucht von Gemüse Samen zu verwenden, setzt man beim Regrowing auf die vegetative Vermehrung von Pflanzen. Dazu Reste des ursprünglichen Gemüses aufheben und für einige Zeit in Wasser setzen. Schon nach wenigen Tagen treibt die Pflanze wieder aus. Nach dem Austreiben kann man sie in einen Topf mit Erde umsetzen. Dort wächst sie dann weiter.

Das Nachzüchten von Pflanzen ist ohne viel Ausstattung möglich. Es braucht lediglich Gemüsereste und eine Schüssel Wasser. Später kommen noch ein Topf und etwas hochwertige Pflanzerde hinzu. Die Größe des Topfes hängt von der Größe der Pflanze ab. Der Strunk sollte gut darin Platz haben, zu groß darf der Topf aber auch nicht sein. Optimal eignet sich das Fensterbrett als Standort für die Anzucht.

Die Möglichkeiten des Regrowings sind sehr vielseitig. Von Chinakohl über Kartoffeln, Rote Bete und diversen Kräutern bis zu Avocado und Ananas ist alles möglich. Die Frage ist immer, wie viel Zeit und Geduld man aufbringen möchte. Gerade für den Anfang eignen sich Gemüsesorten, die recht schnell nachwachsen und wenig Pflege benötigen, wie Frühlingszwiebeln, Meerrettich, Romana-Salat, Stangensellerie oder Zwiebeln. Etwas schwieriger sind Ingwer, Ananas und Mango. Aber auch diese Kandidaten sind mit etwas mehr Pflege und guten Standortbedingungen durchaus machbar. Von Avocado, Mango oder Ananas sind zwar keine Früchte zu erwarten, sie verleihen der Wohnung aber ein exotisches Flair.

Hinter dem Trend des Regrowings steht ein einfaches, aber erfolgversprechendes Prinzip, das auch ohne Garten oder Balkon möglich ist. Natürlich können Sie mit dieser Methode nicht Ihren kompletten Gemüsebedarf decken. Vielmehr geht es darum, sich über den Prozess des Wachstums bewusst zu werden und Freude am Anbau zu haben.

Foto: Maya A. P/pixabay.com