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Venen natürlich stärken

Ob Besenreiser, Krampfadern oder Venenentzündung: Von Venenleiden ist etwa jeder Dritte in Deutschland betroffen. Wer die ersten Symptome richtig deutet und gegensteuert, kann ernsthaften Erkrankungen vorbeugen.

Schwere, müde Beine sind meist das erste Zeichen für eine geschwächte Venenfunktion. Insbesondere im Sommer schwellen die Beine an und es entsteht ein unangenehmes Spannungsgefühl. Überwiegend sitzende Tätigkeiten begünstigen das Leiden. Aber auch genetische Faktoren und das Geschlecht spielen eine Rolle für die Venenfunktion. In der Regel sind Frauen anfälliger als Männer.

Ist die Blutzirkulation gestört, können die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Es kommt zu Stauungen, Überlastungen der Venen und das Blut versackt in den Venen. Dieser Rückstau drückt auf die Venenwände, die dadurch immer durchlässiger werden. Verklumpt das Blut und löst sich ein Gerinnsel, kann das im Schlimmsten Fall zu einer Thrombose führen. Mit einer rechtzeitigen Vorbeugung kann jeder etwas für die Gesundheit seiner Venen tun. Selbst das Fortschreiten krankhafter Veränderungen, Krampfadern beispielsweise, lassen sich mit der richtigen Prävention verhindern.

Das Wichtigste für die Venengesundheit ist ausreichend Bewegung. Denn durch die sogenannten Muskelpumpen wird bei Bewegung sauerstoffarmes Blut in Zusammenspiel mit den Muskeln aus den Venen zurück zum Herzen gepumpt. Basierend auf den verschiedenen Muskelgruppen in den Beinen wird zwischen der Fußsohlen-, Sprunggelenk-, Wadenmuskel- und der Oberschenkelmuskelpumpe unterschieden.
Ob Stehen, Gehen, in Bewegen oder beim Sitzen: Eine gute Haltung hilft dabei, die Venen zu entlasten. Dabei wirkt sich ein häufiges Wechseln der Köperhaltung bereits positiv auf die Venen aus. Besonders bei langem Sitzen werden die Venen in Becken- und Kniekehlen sehr eingeengt. Deswegen gilt: Regelmäßig Zeit für ausreichend Bewegung einräumen und übereinander geschlagene Beine oder unter den Stuhl gezogene Unterschenkel besser vermeiden.

Übungen für Vielsitzer

Füßewippen beispielsweise aktiviert die Sprunggelenk- und Wadenmuskelpumpe. Auch andere Fußübungen am Schreibtisch sind vorteilhaft. Mit einem Igelball können Sie beispielsweise die Fußsohlenmuskelpumpe aktivieren. Bewegen Sie dafür den Fuß auf dem Ball vor und zurück, mal langsam, mal schnell. Machen Sie die Beine lang, ziehen Sie die Zehen an und strecken sie wieder von sich weg. Wiederholen Sie das einige Male. Nutzen Sie jede Möglichkeit, sich zu bewegen: Stehen Sie so oft wie möglich auf oder telefonieren Sie im Stehen. Gehen Sie mehrmals am Tag im Zehengang barfuß oder in Strümpfen umher, danach eine Weile auf den Fersen.

Aber nicht nur das Büro belastet die Venen. Auch lange Auto- und Flugreisen bedeuten eine Belastung und erhöhen das Thromboserisiko. Sorgen Sie deswegen dafür, dass Sie zwischendurch immer wieder aufstehen und sich bewegen können. Auch die richtige Ernährung spielt eine Rolle für die Gesundheit unserer Venen. Denn jedes Kilo zu viel auf der Waage macht den Venen die Arbeit schwer. Zur Vorbeugung, aber auch bei bereits bestehenden Venenerkrankungen sind beispielsweise Kaltwassergüsse, kalte Fußbäder, Wassertreten und kalte Wickel eine ideale Ergänzung zu viel Bewegung. Die Kälte sorgt dafür, dass sich die Venen wieder zusammenziehen.

Foto: cottonbro/pixabay.com