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Pasta aus Hülsenfrüchten: Lust auf neue Nudeln

Seit neuestem gibt es Zuwachs im Nudelregal – Pasta aus Linsen, Kichererbsen und anderen Hülsenfrüchten gestalten die Auswahl bunter. Die trendigen Produkte lassen sich leicht zubereiten, enthalten viel Protein und sind eine gute pflanzliche Eiweißquelle.

Pastahersteller haben das Nudelsortiment in den letzten Jahren erheblich erweitert: Neben den traditionellen Sorten aus Hartweizen tauchen immer mehr Nudeln aus Kichererbsen-, Linsen- oder Erbsenmehl. Dabei weist Pasta aus Hülsenfrüchten einen hohen Gehalt an Nährstoffen auf und erinnert geschmacklich an die jeweilige Hülsenfrucht.

In der Regel bestehen die neuen Nudeln ausschließlich aus dem Mehl der jeweiligen Hülsenfrucht und Wasser. Ohne das im Weizen enthaltene Klebereiweiß ist es allerdings nicht ganz einfach, die richtige Konsistenz zu erreichen. Der Trick der Hersteller ist die Art ihrer Trocknung. Denn im Gegensatz zu den herkömmlichen Nudeln, denen bei 130 °C das Wasser entzogen wird, trocknen die Hülsenfruchtnudeln bis zu 20 Stunden bei maximal 42 °C. Durch das schonende Trocknen sollen zudem Geschmack und Nährstoffe weitgehend erhalten bleiben.

Eiweißreiche Nudeln

Ob grün, gelb, schwarz oder rot, als Spirelli, Spaghetti oder Hörnchen – die Nudeln bringen nicht nur Farbe auf den Pastateller. Sie liefern reichlich hochwertiges Eiweiß, langsam verdauliche Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Im Vergleich zu Weißmehlnudeln mit 3,5 Gramm Ballaststoffen pro 100 Gramm, enthalten Nudeln aus Kichererbsen beispielsweise das Vierfache an Ballaststoffen. Außerdem stecken in ihnen mehr Vitamine und Mineralstoffe als in Weißmehlnudeln.

Die meisten Mehle aus Hülsenfrüchten sind gute Quellen für Magnesium, Eisen, Zink, Vitamin E und B sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide. Fettreichere Hülsenfrüchte wie Sojabohnen, Kichererbsen und Lupinen weisen zudem ein günstiges Fettsäuremuster auf. Aufgrund ihres hochwertigen Proteins sind Nudeln aus Hülsenfrüchten eine geeignete pflanzliche Eiweißquelle und deshalb besonders bei Vegetariern und Veganern beliebt. Da Hülsenfrüchte von Natur aus glutenfrei sind, ist Pasta aus Hülsenfrüchten auch für Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine willkommene Alternative zur klassischen Spaghetti.

Anwendung in der Küche

Nudeln aus Hülsenfrüchten schmecken anders als herkömmliche Pasta. Den Geschmack muss daher jeder nach eigenen Vorlieben ausprobieren. Auch das Mundgefühl ist eher etwas mehliger und grobkörniger als bei Getreidepasta. Gut dazu passt eine würzige Tomaten- und Gemüsesoße oder ein leckeres Pesto. Für manche Menschen sind die Nudeln aufgrund ihrer blähenden Inhaltsstoffe möglicherweise etwas schwerer bekömmlich. Dagegen helfen Gewürze wie Majoran, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Koriander oder Kreuzkümmel. Die angegebene Garzeit auf der Verpackung sollte man unbedingt einhalten, damit die neuartigen Nudeln noch Biss haben. Ansonsten können sie mehlig werden oder leicht zerfallen. Das Abschrecken mit kaltem Wasser nach dem Abgießen, ein kleiner Schuss Öl sowie etwas Zitronensaft erhalten die Konsistenz.

Herkömmliche Nudeln aus Weißmehl sind nicht besonders nährstoffreich. Da haben die Nachahmer aus Hülsenfrüchten deutlich die Nase vorn. Im Vergleich zu Nudeln aus Vollkornmehl sind sie aber als gleichwertig anzusehen. Da hier die Randschichten des Korns mit verarbeitet werden, enthalten sie ebenfalls reichlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.

Foto: Katharina Lückel