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Sport nicht vergessen

Etwa 1,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Bewegungsmangel gilt als ein Risikofaktor für die Erkrankung. Eine mögliche Erklärung für den positiven Effekt von Sport auf Gedächtnisleistungen fanden Wissenschaftler im Tiermodell.

Bei körperlicher Aktivität zeigte sich, dass ein bestimmtes Protein im Muskel gespalten und ein Botenstoff freigesetzt wird. Der als Irisin bezeichnete Stoff gelangt über das Blut ins Gehirn. Eine Steigerung der Irisin-Konzentration verbesserte im Tierexperiment die Vernetzung von Hirnnervenzellen, die wichtig sind für Lern- und Erinnerungsprozesse. Von Demenz betroffene Personen weisen einen geringen Irisin-Gehalt im Gehirn und der Rückenmarksflüssigkeit auf. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Konzentration von Irisin den Zusammenhang zwischen Sport und Gedächtnisleistung erklären könnte.

Lourenco MV et al (2019). Exercise-linked FNDC5/irisin rescues synaptic plasticity and memory defects in Alzheimer´s models. Nature medicine, 25, 165-175

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