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Das gibt‘s im September: Walnuss

Frisch geknackte Walnüsse schmecken nicht nur gut, sondern sind auch noch richtig gesund.

Botanisch gesehen zählt die Walnuss ähnlich wie Kirsche, Pfirsich, Mandeln und auch Cashewnüsse zu den Steinfrüchten. Zur Erntezeit im September bis Oktober platzt die äußere, fleischig grüne Schale auf und die eigentliche Walnuss kommt zum Vorschein. Unter der harten hellbraunen Schale verbirgt sich der essbare Kern. Bis Besitzer von Walnussbäumen ihre erste Ernte in den Korb legen können, brauchen sie Geduld. Je nach Sorte kann es zwischen fünf und 20 Jahren dauern, bis der Baum die ersten Früchte trägt. Und so richtig in Schwung kommt die Walnuss auch erst im Alter von 50 bis100 Jahren. In dieser Zeit liefert sie die größten Erträge.

Früher wurde sie als Dickmacher abgestempelt, heute feiern Ernährungsexperten Walnüsse als gesunden Snack wegen ihres hohen Gehalts an ungesättigte Fettsäuren, insbesondere α-Linolensäure. Zudem liefert das Walnussprotein sämtliche essenziellen Aminosäuren in hoher Konzentration und gilt daher als besonders hochwertig. Allergikern kann die Nuss allerdings Probleme bereiten. Denn das Walnussprotein kann Kreuzallergien hervorrufen. So können Birkenpollenallergiker neben verschiedenen anderen Lebensmitteln auch auf Walnüsse allergisch reagieren.

Kühl und trocken gelagert, lassen sich Walnüsse in ihrer Schale bis zu zwölf Monaten lang aufbewahren. Für geknackte Walnusskerne gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung. Nach dem Öffnen sollten Sie die Nusskerne am besten im Kühlschrank aufbewahren und so schnell wie möglich verbrauchen. Eine grau-gelbe Kernfarbe weist auf ranziges Fett hin. Auch verschimmelte Nüsse gehören in den Abfalleimer, denn sie können giftiges Aflatoxin enthalten.

Der angenehm nussige Geschmack und der hohe Anteil ungesättigter Fettsäuren macht Walnussöl zu einem edlen Tropfen. Aber Vorsicht: Hohe Temperaturen verträgt das Walnussöl nicht. Es eignet sich nicht zum Braten und sollte nur in der kalten Küche oder zum nachträglichen „veredeln“ von warmen Speisen zum Einsatz kommen. Der nussige Geschmack passt besonders gut zu winterlichen Salatsorten wie Feldsalat, Radiccio oder Chicorée. Kaltgepresstes Walnussöl sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden und hält sich etwa ein Jahr. Wer denkt, Walnüsse eignen sich nur als gesunde Knabberei, der irrt gewaltig. Gemahlen, gehackt oder halbiert machen sie in Konfekt, Muffins und Nusskuchen eine gute Figur. Sie verleihen selbstgebackenen Broten und Brötchen das besondere Etwas, lassen sich mit Kräutern zu würzigem Pesto verarbeiten oder werden ganz einfach über Salate oder Nudelgerichte gestreut.

Walnussschnecken

geeignet für Januar bis Dezember

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten,
Backzeit: ca. 10 Minuten, für ein Blech

Zutaten

150gDinkel, fein gemahlen
750gVollrohrzucker
1Ei
75 gButter, kalt
50gWalnusskerne
50 gZartbitterschokolade
1ElButter

Zubereitung

  • Dinkelvollkornmehl und Vollrohrzucker vermischen. Ei trennen und Butter in kleine Würfel schneiden. Eigelb mit Butter unter das Mehl kneten. Teig 30 Minuten kühl stellen.
  • Walnüsse fein mahlen. Schokolade mit einem Esslöffel Butter über einem Wasserbad schmelzen. Aus dem Wasserbad nehmen und Walnüsse unterrühren. Zuletzt das Eiweiß gut untermengen.
  • Gekühlten Mürbeteig auf einer Folie oder einem Gefrierbeutel zu einem länglichen Rechteck dünn ausrollen. Die Teigplatte mit der Schoko-Nuss-Masse bestreichen. Den Teig mit Hilfe der Folie von der langen Seite her aufrollen und in der Folie 20-30 Minuten in den Gefrierschrank legen.
  • Aus der Rolle dünne Scheiben abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Schnecken im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 10-15 Minuten backen.

Foto: karepa/Stock.Adobe.com