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Fasten beeinflusst Mikrobiom

Zeitweiliger Nahrungsverzicht verändert die Art und Menge der Bakterien in unserem Darm deutlich.

Das zeigte ein internationales Forscherteam unter deutscher Beteiligung. Es untersuchte den Einfluss eines zehntägigen Fastens nach Buchinger auf das Mikrobiom von 15 gesunden Männern.


Dazu wurden die Darmbakterien direkt vor und nach der Fastenperiode, am vierten Aufbautag und drei Monate später bestimmt. Durch den geänderten Energiestoffwechsel des Körpers nahmen die Bakterien, die Ballaststoffe abbauen, stark ab. Die Bakterien, die vom Organismus produzierte Energiesubstrate nutzen, vermehrten sich dagegen deutlich. Gleichzeitig verringerte sich durch das Fasten das Körpergewicht; Blutdruck sowie emotionales und körperliches Wohlbefinden verbesserten sich. Weniger Entzündungsmediatoren und eine geringere Darmdurchlässikeit waren weitere Vorteile.


Diese Parameter kehrten drei Monate nach der Fastenzeit auf ihr Grundniveau zurück; nur das körperliche Wohlbefinden blieb nach dem Fasten weiter bestehen.

Auch die Besiedlung mit Darmbakterien erreichte wieder ihren ursprünglichen Zustand. Die Forscher schlussfolgern, dass die Veränderungen des Darmmikrobioms Teil der physiologischen Anpassung des Körpers auf den Nahrungsverzicht sind und sie die gesundheitlichen Vorteile des Fastens beeinflussen.

Mesnage R et al (2019). Changes in human gut microbiota composition are linked to the energy metabolic switch during 10 d of Buchinger fasting. Journal of Nutritional Science. doi:10.1017/jns.2019.33

Foto: Aleksej/stock.adobe.com