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Eine Tanzpause hebt die Stimmung

Eine neue Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Tanzbewegungen und einer besseren Stimmung. Denn zwischen unseren Gefühlen und unseren Bewegungen besteht eine enge Verbindung.

Wenn wir glücklich sind, bewegen wir uns anders, als wenn wir traurig sind. Das zeigt sich unter anderem am Gang oder in unseren Gesten. Aber funktioniert das auch andersherum? Können Bewegungen und Gesten unsere Gefühle beeinflussen? Können wir durch die Art, wie wir uns bewegen, glücklicher oder trauriger werden? Diesen Fragen hat sich ein Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik gewidmet.

Im Zentrum der Studie stand das Potenzial einer „Tanzpause“ zur Stimmungsregulierung: Die Teilnehmer:innen wurden gebeten, das Modell eines Tänzers auf einem Computerbildschirm zu imitieren. Dabei lernten sie zunächst eine Reihe einfacher Tanzsequenzen mit ausdrucksstarken Armbewegungen. Anschließend wurden sie gebeten, diese Tanzbewegungen mehrmals zu wiederholen und dabei entweder Freude oder Traurigkeit auszudrücken. Auch hierbei ahmten sie das Modell auf dem Bildschirm nach. Und tatsächlich änderte sich die Stimmung der Teilnehmer:innen während der Tanzbewegungen.

Die Forscher:innen verwendeten bei dem Experiment zwei verschiedene Arten von Tanzmodellen: Eine Gruppe von Teilnehmer:innen ahmte einen menschlichen Tänzer nach, die andere Gruppe, einen Avatar. Dabei zeigte sich, dass die Quelle der Bewegungen – Mensch oder Avatar – keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Stimmungsregulierung hatte. Dies deutet auf eine starke Verbindung zwischen Tanz und emotionalem Erleben hin, unabhängig von der Art des Tänzer-Modells.

Die Ergebnisse dieser Studie zum Einfluss von Tanzbewegungen auf die Stimmungsregulierung bieten einen neuartigen Ansatz zur Steigerung des emotionalen Wohlbefindens. Mit dieser Kenntnis können sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen das therapeutische Potenzial einfacher Tanzbewegungen zur Regulierung von Stimmungen sowie der Motivation nutzen.

Quelle:Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik (2023) https://doi.org/10.1111/bjop.1268

© Bild: Alena Darmel/Pexels