Weichmacher in Lebensmitteln

Der Weichmacher DEHP wird zahlreichen Kunststoffen zugesetzt, um sie flexibel zu machen. Jugendliche und Erwachsene nehmen den Weichmacher hauptsächlich über belastete Lebensmittel auf. Da sich DEHP schädlich auf die Fortpflanzungsorgane und die Entwicklung des Kindes im Mutterleib auswirkt, darf er in Spielzeug und Kosmetika nicht mehr eingesetzt werden. Allerdings können Lebensmittel die Chemikalie durch die Verpackung und während der Verarbeitung aufnehmen.

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat eine tolerierbare tägliche Menge von 50 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Die durchschnittliche Aufnahme in Deutschland liegt bei 13-21 Mikrogramm. In der Regel besteht daher kein Gesundheitsrisiko, weil DEHP schnell wieder ausgeschieden wird. Wenn aber dauerhaft Lebensmittel mit hohen DEHP-Gehalten verzehrt werden, ist es laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) möglich, dass ein geringer Teil der Bevölkerung bedenkliche Mengen aufnimmt.

Mit dem weit verbreiteten DEHP sind besonders fetthaltige Soßen, Fertigprodukte und Konserven belastet, obwohl seit 2007 der Weichmacher zur Verpackung fetthaltiger Lebensmittel verboten ist. Wer vorwiegend frische Lebensmittel und wenig Fertigprodukte verwendet und ab und zu mal die Produktmarken wechselt, kann die Aufnahme von DEHP verringern. Bei Kindern stammt das aufgenommene DEHP nur zur Hälfte aus der Nahrung und zu anderen Hälfte aus Hausstaub oder älterem Spielzeug. Häufige Reinigung und unbelastete Spielwaren können das Risiko für die Kleinsten senken.

Quelle: BfR Foto: Hauko/pixelio.de