Training im Freien

Gerade in Zeiten der Coronakrise ist sportliche Betätigung für die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden wichtig. Bewegung an der frischen Luft stellt eine willkommene Abwechslung dar und versorgt den Körper mit reichlich Sauerstoff.

Körperliche Anstrengung wirkt sich positiv auf das

Wohlbefinden und die eigene Fitness aus. Darüber hinaus bietet die Natur neben einem Tapetenwechsel weitere positive Aspekte für die Gesundheit. Wir können zwar nicht spüren, wie wir unser Immunsystem stärken, wenn wir auf naturbelassenem Wiesen- oder Waldboden aktiv sind. Aber wir können die positiven Effekte auf unseren Körper spüren, wenn wir uns im Freien aufhalten.

Die Natur spüren

Bewegen wir uns im Freien, produziert der Körper reichlich Vitamin D, sobald die Haut mit Sonnenlicht in Berührung kommt. Die Vitamin-D-Bildung setzt in unseren Breitengraden etwa ab März wieder ein. Das Vitamin ist wichtig für den Transport von Calcium in die Knochen und gut für das Gemüt, denn es fördert die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin. Auch die Luft, die wir in der freien Natur atmen, hat eine bessere Qualität als stickige Zimmerluft.

Im Test fanden Wissenschaftler außerdem heraus, dass der Anblick einer natürlichen Umgebung gegenüber einer Stadtlandschaft den Blutdruck und Puls von Sportlern verbesserte. Körperliche Aktivität baut zudem Stresshormone ab. Wer draußen natürliche Bewegungen wie laufen, springen, werfen, klettern oder balancieren in seinen Trainingsplan einbaut, trainiert die ganze Muskulatur, die der Körper für gesunde Bewegungsabläufe benötigt.

Natur als Trainingsgerät

Wer seinen Körper auf natürliche Weise trainiert und mit Steinen Weitwerfen übt, dicke Äste als Gewichte stemmt, Slalom um Bäume läuft oder über natürliche Hindernisse springt, kräftigt sehr effektiv alle Muskelgruppen. Der meist unebene Boden in der Natur beeinflusst zusätzlich den Stand und stärkt so die Tiefenmuskulatur.

Sogar kleine Verletzungen, die man sich beim Bewegen in der Natur zuzieht, wirken sich positiv auf den Körper aus, indem sie die Abwehrkräfte anregen. Winzige Mikrorisse entstehen beispielsweise, wenn wir barfuß über einen Waldweg gehen, wenn man Klimmzüge an einem Ast macht oder einen schweren Stein vom Boden aufhebt. Wer ab und zu barfuß läuft, kräftigt zudem seine Fußmuskulatur und sensibilisiert sein Körpergefühl. Kleine Steinchen im Boden geben nicht nur eine kostenlose Fußmassage. Barfußlaufen verbessert die Durchblutung und regt das Immunsystem an.

Wer das erste Mal über einen wackeligen Baumstamm balanciert, wird merken, wie schwer die ungewohnte Bewegung fallen kann und wie leicht sie nach regelmäßigem Üben wird. Jedes Training macht unseren Körper belastbarer. Die positiven Effekte des Naturerlebens kommen bei Outdoorfitness noch hinzu.

Foto: Melk Hagelslag/pixabay.com